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Papierkorb oder Schatzkiste?

Mein Rechner ist voll mit angefangenen und nie fertig gestellten Geschichten, Skizzen, Beschreibungen, Situationen. Lange Zeit habe ich mich deshalb schlecht gefühlt, eine Versagerin. Heute weiß ich: Es gibt keinen Abfall. Das sind Schätze!

Fallbeil

Nicht umsonst ermahne ich die TeilnehmerInnen meiner Kurse, die Werke der anderen respektvoll und mit Vorsicht zu kritisieren. Das bedeutet, mit einem Lob zu beginnen und, was stört oder irritiert, als Ich-Botschaften zu formulieren. Bemerkungen wie: »Alles voller Fehler! Und das hier, das geht überhaupt nicht. Total falsch!«, treffen unglaublich tief, wenn das Baby frisch geschlüpft ist.

Schreibfluss

Wenn ich so richtig im Schreibfluss bin, kann mich nichts rausreißen. Ich rücke so lange auf dem Schreibtischstuhl hin und her, bis mein Hintern sein Nest gefunden hat. Die Sonne scheint? Egal! Gardine zu, dann blendet sie nicht. Jetzt wird geschrieben! Datei ist offen. Spinne mich ein in meine Geschichte. Ganz spezielle Geschichtenluft, meine Nasenflügel zucken, ich setze meine Tunnelbrille auf. Los geht’s. Was? Wie? Nein. Ich will keine Änderungen auf meiner Festplatte zulassen.

Schreibbericht Teil 5

Der Plan ist, zunächst die Geschichte in Gänze als Rohfassung aufzuschreiben, dann eine Weile liegenzulassen und erst danach zu überarbeiten. Allerdings werde ich das vielleicht nicht mehr schaffen, denn einige größere Arbeiten klopfen (hämmern) schon an meine Tür.