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Archiv für die 'Gutes Deutsch' Kategorie

Der Ton macht die Musik

Gestern habe ich ein Schreiben vom Jobcenter bekommen und bin total aufgebracht. Dieser Ton! Sofort habe ich mich gefühlt wie ein Kind, das ausgeschimpft wird, weil es sehr sehr böse war. Wer entwirft die Textbausteine für solche Schreiben? Wem bricht ein Zacken aus der Krone bei einem (wie heißt das Zauberwort) “Bitte”?

Gut gendern: Mein *-X-_-Innen-Vorschlag

Ich bin für gerechte Sprache. Doch die gerechte Sprache gefällt mir nicht. Mit Passivkonstruktionen und geschlechtsneutralen Wortbildungssuffixen fördert sie das Beamtendeutsch. Hört auf, die Substantive wie Weihnachtsbäume zu behängen! Sternchen, Unterstrich, Schrägstrich, Groß-I, Klein-i, das bimmelt und klimpert und am Ende weiß eine garnicht mehr, was das Wort selbst eigentlich bedeutet.

Das, dass, daß und der Sprachwandel

Das ß wurde oft tot gesagt und hat doch überlebt. Das gelang nur dank einer Umdeutung. Seit mehr als 70 Jahren wird die deutsche Schrift nur noch vereinzelt geschrieben. Dass (Das?) das deutsche Alphabet einmal in Schreib- und Druckschrift zwei kleine S unterschied, weiß heute kaum jemand, und so hat das ß eine Umdeutung erfahren: aus zwei wurde eins. Entstanden ist es aus der Ligatur (Verschmelzung) zweier Buchstaben, also als Doppelkonsonant.

Schreibblockaden

In der aktuellen Online-Ausgabe des “Journalist” erzählen jetzt 14 AutorInnen und Journalisten, was sie tun, wenn’s beim Schreiben mal klemmt. Viele der dort beschriebenen Herangehensweisen wende ich auch an, zum Beispiel die Hauptsache-Schreiben-Methode (“Freewriting”) oder Ansprüche-runterschrauben-Technik.

Schloss oder Schloß?

So kann man’s auch machen: In Beyernaumburg hat man die Frage ss oder ß ganz pragmatisch gelöst: Beides!

Na super!

Wie steigert man einen Superlativ? Die Jugendsendung Clipster im Fernsehsender einsFestival gibt Nachhilfe:
super – superer (am supersten? oder am superersten?)
Hit – hitiger (am hitigsten?)

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