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Archiv für die 'Aktuell' Kategorie

Über Trauma schreiben

In der Poesietherapie geht es darum, anderen das Schreiben als Ressource zu erschließen, mit deren Hilfe sie sich gefahrlos mit schweren Verletzungen auseinandersetzen können. Doch wie schreibt man über Trauma(ta), und zwar ohne sich und die LeserInnen anzutriggern oder zu retraumatisieren?

Betroffenheitsprosa?

Ich mag keine Betroffenheitsprosa. Dabei müsste ich als Poesietherapeutin eigentlich »Hurra!« schreien, wenn sich jemand schreibend mit Verletzungen und Traumata auseinandersetzt. Betroffenheitsprosa, was für ein unangenehm abwertender Begriff.

Schreibbericht Textwurm

Noch windet er sich, der Textwurm, schillert und glänzt, manchmal hebt sich der Kopf mit den gelben Augen, manchmal die Schwanzspitze.

Gebacken und gebraten

“Wer kennt das nicht? Man ist gerade frisch gebacken Eltern geworden …”

Chemnitz

Chemnitz, das macht mir Angst. Ich sehe, wie unsere Gesellschaft aufweicht, wie Menschen ihre Menschlichkeit vergessen und Brutalität und Grausamkeit unverhohlen vor sich hertragen.

Anfängerfehler?

Bei Bodo Kirchhoff habe ich gelesen, seitenlange Dialoge, erzählerische Faulheit sei das, ein typischer Fehler von AnfängerInnen. Uff. Schreck! Hab ich mich wieder geoutet! Ich benutze oft Dialoge. Seitenlang. Bei mir bestehen ganze Kapitel aus Dialogen. Dialoge sind mein Markenzeichen.

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